be unique

Wie du lernst, du selbst zu sein.

„Du verlierst deine Einzigartigkeit, sobald du versuchst etwas zu sein, dass du nicht bist.“

Hast du auch schon mal versucht, jemand anderes zu sein? Weil du das Gefühl hattest, dass du damit vielleicht mehr Erfolg hast? Mehr geliebt und anerkannt wirst, oder einfach, um es anderen Menschen recht zu machen?
Meist, ist es aber so: Der Versuch sich zu verstellen erzeugt unendlich viel Druck. Du kämpfst dadurch ständig gegen dich selbst. Gegen deine Einzigartigkeit und das, was dich ausmacht.

Uns allen wird schon in der Schule beigebracht, wie man sich am besten zu verhalten hat. Was Erfolg und was Misserfolg ist. Was gelernt werden muss und womit du später dein Leben bestreiten kannst. Raum für die eigene Individualität wird dir kaum gegeben. Versteh mich nicht falsch, ich bin kein Mensch, der sagt, dass unser Schulsystem nicht funktioniert. Aber ich würde mir wünschen, dass unseren Kindern auch beigebracht wird, dass sie immer die Wahl haben, sich frei zu entfalten. Das Stärken und Schwächen nicht an einem einzigen Leitsystem gemessen werden. Denn so lernen wir nicht, dass jeder Mensch einzigartig ist. Und es in Ordnung ist, anders zu sein und frei zu entscheiden, wer man in dieser Welt sein möchte. Das es ok ist mit dem Strom zu schwimmen, aber du genauso einzigartig und wertvoll bist, wenn du gegen, oder abseits des Stroms schwimmst.

Kleine Anekdote dazu: In meiner Ausbildung hatte ich einen Lehrer, der viel von uns gefordert hat und meiner Meinung nach, manchmal Grenzen überschritt, mit dem wie er anderen versuchte, seine eigene Denkweise aufzudrücken. Er war ein guter Lehrer, aber ich war schon damals ein Mädchen, das sich gewehrt hat, wenn jemand versuchte mir seine Meinung aufzuzwingen. Und so schrieb er in eins meiner Zeugnisse: „Annette ist wissbegierig und sehr ehrgeizig. Sie schwimmt jedoch grundsätzlich gerne mal gegen den Strom.“ In seinen Augen und auch in den Augen meiner Mitstudenten, war es nicht ok, gegen den Strom zu schwimmen. Ich habe mir das damals sehr zu Herzen genommen, ich wollte mit meinem Verhalten, das hatte ich ja schon zu Schulzeiten gelernt, nicht anecken. Nach diesem Zeitpunkt viel es mir noch schwerer meine eigene und ehrliche Meinung zu äußern und ich war sehr darauf bedacht, wen ich da vor mir stehen hatte. Sobald ich das Gefühl bekam, dass mein Gegenüber nicht positiv auf meine Meinung reagieren würde, ändere ich sie schon in Gedanken ab, sodass sie dann zu meinem Gegenüber passte. Darin wurde ich von Jahr zu Jahr eine größere Meisterin, doch verlor ich mich dadurch immer mehr.

Ich habe Jahre lang versucht jemand anderes zu sein. Ich wollte die erfolgreiche junge Frau sein, die vor allem viele Menschen in meinem Umkreis gerne gesehen hätten.

Ich wollte die Frau sein, die eine Bilderbuch-Karriere macht, in einer großen Wohnung in der Stadt lebt und sich Urlaube rund um den Globus leisten kann.

Lange habe ich in Kauf genommen in einem Job gefangen zu sein, der mir zwar mal mehr, mal weniger, Spaß gemacht hat, indem ich aber nie wirklich das Gefühl hatte, etwas Sinnvolles zu tun. Ich war gut darin Dinge zu verkaufen, doch was mir fehlte war der Sinn. Wie konnte ich für etwas werben, wohinter ich nicht stand? Wofür ich mich nicht selbst wirklich begeistern kann und wofür ich nicht brenne. 

Ich habe mich lange gefragt, was an mir falsch ist. Wieso ich nicht reinpasse. Wieso ich nicht wie die anderen sein kann. Ich bin gar nicht auf die Idee gekommen zu hinterfragen, ob mein Leben so ist, wie ich es mir immer vorgestellt habe. Schließlich ist man ja dann irgendwann erwachsen. Und da ist das nun mal so. Macht eben nicht alles Spaß. Ein Beruf ist dazu da Geld zu verdienen. Träumen kannst du als Kind. Reisen, wenn du dann alt bist. Ich mein, für den Fall, dass du überhaupt so alt wirst. Und bei mir sah es nach einigen Krankenhausbesuchen nicht mehr wirklich danach aus. Man kann ja nicht immer erfüllt und glücklich sein, oder? Und manchmal fühlt man sich halt irgendwie leer und unvollkommen, oder?

Als ich aber für mich erkannt habe, dass das sehr wohl möglich ist, kam ich zur folgenden Schlussfolgerung:

Allein, dass ich hier sein darf auf Erden ist ein Wunder und ein Geschenk.
Ich bin einzigartig und genau richtig so wie ich bin.
Ich hab nur ein Leben und warum sollte ich dieses Leben damit verbringen, es so zu gestalten, wie es andere vielleicht gerne hätten?
Warum sollte ich mich in irgendwas begrenzen, nur weil andere nicht daran glauben, dass alles möglich ist?
Warum sollte ich irgendwem die Macht geben, darüber zu entscheiden, wie ich fühle und denke?
Wir alle sind freie Menschen, warum also verhalten wir uns nicht genau so?

Woah, vor nicht allzu langer Zeit,  hätte ich so einen ehrlichen Text nicht verfassen können. Zu viel Angst hätte ich vor der Reaktion anderer gehabt. Was, wenn das ein zukünftiger Chef von mir liest? Oder jemand, der eh schon keine besonders gute Meinung von mir hat? Ich schaufele mir ja quasi mein eigenes Grab. Doch heute stehe ich mehr denn je zu mir selbst und zu meinen Gedanken und Gefühlen. Ich habe gelernt, wer ich sein will auf dieser Welt und das immer alles möglich ist. Solange du an das Unmögliche glaubst.

Du bist einzigartig. Ich bin einzigartig. Und jeder hat die Möglichkeit und die Chance selbst zu entscheiden, wie er mit diesem Geschenk leben möchte. 

In den Augen einiger weniger bin ich auch heute noch die Annette, die träumend durchs Leben schippert und ich entspreche nicht dem, wie sie mich gerne hätten.

Doch das ist mir mittlerweile gleich, denn ich habe erkannt, was wirklich zählt und ich sage bewusst, in MEINEM Leben. Denn was für mich gilt, muss nicht unbedingt für jemand anderes gelten. Ob ich dich damit inspiriere, oder nicht, ist nicht meine Entscheidung, sondern deine. Doch weiß ich eins genau: Meine Begeisterung berührt andere im Herzen. Und das ist was ich, seit ich klein bin, immer wollte. Das Gefühl voll und ganz ich selbst zu sein, werde ich nie wieder aufgeben.

Nicht nur nehmen, sondern vor allem geben. Die Welt bunter machen und vielleicht sogar ein Stück weit verändern.

Wann haben wir aufgehört groß zu träumen? Wer hat beschlossen, dass wir nicht alles erreichen können, was wir uns vornehmen? Wer hat die Regeln geschrieben, wie der Mensch zu sein hat?

Das Leben ist nun mal so? Ich sage: „Blödsinn“.

Das Leben wird zu dem, was du daraus machst. Willst du dich klein halten und den Rest deiner Zeit hier auf Erden damit verbringen unter deinen Möglichkeiten zu handeln? Willst du mit dem Strom schwimmen, möglichst wenig auffallen und dein Leben damit für andere leben? Nur damit sie zufrieden sind? Glaub mir, wenn ich dir sage, es wird immer jemand geben, dem du nicht passen wirst. Wie schon Dita Von Teese gesagt hat:  Du kannst der reifste saftigste Pfirsich auf der ganzen Welt sein und es wird immer noch jemanden geben der Pfirsiche hasst.

Du willst so leben, wie du es dir erträumst? Willst du zeigen wer du wirklich bist und was dich einzigartig macht?

Dann ändere es noch heute, denn:
Dies ist eine Entscheidung, die du jeden Tag neu treffen kannst. Du kannst jeden Tag entscheiden du selbst zu sein. Wir alle haben nur ein Leben. Eine Bühne. Eine Welt. Und wir alle haben die Chance zu tun, was auch immer wir tun wollen. Das ist ein Privileg, das nicht jeder hier auf Erden hat. Ich für meinen Teil habe entschieden, dieses Geschenk bestmöglich zu nutzen, in dem ich jeden Tag die Entscheidung treffe, ich selbst zu sein und andere mit meiner Begeisterung im Herzen zu berühren. Wie entscheidest du dich? 

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