be unique

Teil 1 von 3

Einzigartig ist jeder von uns. Nur erkennen wir das oft überhaupt nicht. 

Wir stehen uns so oft selbst im Weg, weil wir nicht an uns glauben. Weil wir nicht daran glauben, dass wir ein Wunder sind und wundervolles erschaffen können. Weil wir lieber dem Urteil, den Glauben anderer Vertrauen als unserem Eigenen.

 

Und mein früheres Selbst ist wohl das beste Beispiel dafür. Und dabei ist es mir nicht mal aufgefallen, wie sehr ich im Schatten von anderen gelebt hab. Wie sehr ich gegen mich selbst gearbeitet habe. Und das ist das Problem. Wir erkennen es oft garnicht. Und doch spüren wir es insgeheim, oder?

 

Als Kind fand ich es immer faszinierend wenn ich Menschen auf der Bühne sah. Das Gefühl, das sich da bei mir breit gemacht hat. Die Aufregung im Herzen, die Leichtigkeit und einfach pures Glück. Ich wollte das auch. Und es war nicht der Beruf eines Schauspielers oder Sängers, sondern die Faszination, wenn jemand seine Begeisterung lebte. Man spürte die Energie, die Leidenschaft, die von demjenigen auf einen überschwappte. 

 

Tja und dann wurde ich älter. Und weiser, dachte ich zumindest. Ich verlor Stück für Stück den Glauben an mich selbst. Schnell nistete sich bei mir der Gedanke ein, dass diese Menschen nur Glück hatten. Oder die richtigen Beziehungen, oder einfach nicht von dieser Welt waren.

 

Wie sollte denn jemand wie ICH so was schaffen. Und je mehr ich in meinem Leben voranschritt, desto mehr entfernte ich mich von mir selbst. Von dem, was mich ausmachte. Das ich mir selbst im Weg stand war mir überhaupt nicht klar. 

 

Und so vergingen 20 Jahre, seit dem ersten Mal, als ich dieses unglaubliche Gefühl fühlen durfte. Dem Moment, wenn Menschen mit dem was sie tun andere Menschen im Herzen berühren. 

 

Irgendwann bekam auch mein Körper davon Wind, dass ich auf dem völlig falschen Dampfer durchs Leben fuhr. 2017 zeigte er mir das erste Mal so richtig, dass was nicht stimmt. Ich verbrachte fast ein halbes Jahr in Kliniken, bei Ärzten und Zuhause. Ich musste meinen Job aufgeben, auf den ich so stolz gewesen war. Das tat bitterlich weh. Ich kämpfte gegen meinen Körper und verstand nicht, warum er nicht mit zog. Ja ich gab ihm sogar die Schuld an der ganzen Misere. 

 

Und doch, obwohl mein Körper alles versucht hatte, änderte ich meine Richtung nicht. Trotzdem habe ich bis heute das Gefühl, dass ganz tief in mir drin, sich etwas zu rühren begann. 

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